Blühstreifenprojekt Jameln

Das Umweltprojekt Blühstreifen und Blühwiesen

Ein Leuchtturm-Projekt soll es gern werden für die Erhaltung und Verbesserung der Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft, in unseren Gärten und auf den Gemeindeflächen und Gemeindewegen. Die Einwohner, Unternehmen, Vereine und Besucher sollen dabei möglichst eingebunden werden, so dass eine hohe Identifizierung und Anerkennung mit dem Projekt entstehen kann.

Seit 2024 läuft unser Umweltprojekt in der Flächengemeinde Jameln. Der Plan: auf Feldern und auf Gemeindeflächen, wie auch in privaten Gärten wird regionalisiertes, zertifiziertes Wildblumen-Saatgut ausgebracht: 50 verschiedene Blühpflanzen, von einjährig bis mehrjährig. Die Blühflächen sollen möglichst lange bestehen bleiben, auf landwirtschaftlichen Flächen (nur) 5 Jahre.

Finanziert wird das Saatgut und die monetäre Unterstützung der beteiligten Landwirte privat durch den Inhaber von Dönz 7, Heinrich Kranz. Es werden dazu Gewinne aus dem Webshop von Dönz 7 gezielt für das Umweltprojekt eingesetzt.

Ziel ist es, die Artenvielfalt in der Gemeinde Jameln mindestens zu stabilisieren, besser natürlich zu erhöhen. Dazu sollen mit neu angelegten Blühflächen Biotope und Restbiotope der Kulturlandschaft untereinander und mit den Gärten der Dörfer vernetzt werden.

Das Projekt ist zunächst auf 5 Jahre ausgelegt und hat Pilotprojekt-Charakter. Wenn es gut läuft, wird es in naher Zukunft auch in anderen Gemeinden und Landkreisen ähnliche Projekte geben können - dafür machen wir hier die Pionierarbeit.

Die Elbe-Jeetzel-Zeitung (EJZ) hat sofort von Anfang an darüber berichtet: Pressebericht

Update Juni 2026:

Das Projekt hat sich in den ersten beiden Jahren gut entwickelt. Die anfängliche Skepsis und Zurückhaltung bei Bürgern und Landwirten ist breiter Zustimmung gewichen. So können wir uns gemeinsam darüber freuen, dass wir die ambitionierte Marke von 25.000 m² Blühstreifen und Blühflächen in der Gemeinde Jameln mit seinen Ortsteilen bereits deutlich überschritten haben. Im Herbst werden weitere 5.000 m² Gemeindefläche für die Aussaat im Frühjahr 2027 vorbereitet.

Insgesamt haben wir 15 Blühanlagen registriert, die meisten in Privatgärten, weitere auf Gemeindeflächen und auch die ersten landwirtschaftlichen Flächen sind dabei. Die größte geschlossene Fläche ist am Ortseingang von Jameln (von Dannenberg aus kommend rechts) auf dem "Galgenberg" zu finden. Dort ist auf landwirtschaftlicher Fläche im Mai 2026 ein 2.000 m² Blühstreifen für 5 Jahre angelegt worden (parallel zum Breeser Weg) mit 50 verschiedenen Pflanzenarten. Direkt an diesen Blühstreifen angrenzend ist auf knapp 2 ha Fläche eine mehrjährige Blühfläche angelegt worden mit mindestens 15 verschiedenen Blühpflanzen (gemäß Förderrichtlinien für landwirtschaftliche Nutzflächen). Die Saat ist dank der ausreichenden Niederschläge perfekt aufgegangen und so wird es dort bald schon erste Blüten geben.

Außerhalb des Gemeindegebietes gibt es in Lüchow-Dannenberg weitere 5 uns bekannte Blühflächen in Gärten, für die wir das zertifizierte, regionalisierte Saatgut kostenlos ausgegeben hatten. In Orten der Gemeinden Neu Darchau, Schnega, Clenze und in Grabow. Wir möchten damit die Idee des Projektes im ganzen Landkreis bekannter machen. Ach ja, es gibt noch 3 weitere Blühflächen in Schleswig-Holstein mit passendem Saatgut von uns für diese Regionen (ist aber nur eine absolute Ausnahme, da das Budget nicht für alle Interessierten ausreichen kann).

An einigen gut frequentierten Standorten haben wir unsere Hinweisschilder aufgestellt "Hier blüht es für Bienen, Hummeln und Co", um auf unser Projekt und auf die Blühflächen aufmerksam zu machen. Die kleine Blühfläche auf dem Gelände von Dönz 7 in Jameln hat zusätzlich eine Infotafel bekommen, auf der die Lebensweise von Wildbienen erklärt und dargestellt wird. Dort wurde auch ein Bienenhotel im April 26 aufgestellt, dass bereits Mitte Mai zu 70% "ausgebucht" war - was alle Beobachter total überrascht und freudig erstaunt hatte. Es scheint zu wirken, was wir gemeinsam machen. Viele lange nicht mehr gesehene Arten finden sich wieder ein, andere sind neu hinzu gekommen. Es summt, brummt und flattert jedenfalls wieder mehr. Jetzt dürfen wir nur nicht nachlassen!

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